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Marcel Siem im Interview vor der BMW International Open 2016

Marcel Siem im Interview vor der BMW International Open 2016

Pulheim. Mit dem Sieg bei der BMW Masters in Shanghai feierte Marcel Siem 2014 seinen bisher größten Erfolg als Golfprofi. In seiner rheinischen Heimat den Triumph bei der BMW International Open folgen zu lassen, würde Siem mindestens genauso viel bedeuten. Entsprechend kämpferisch – so wie ihn seine vielen deutschen Fans kennen und lieben – wird er auch in diesem Jahr wieder auf Gut Lärchenhof auftreten, wie er im Interview andeutet.

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Marcel, wie sind Ihre Eindrücke vom Kurs?
Siem: „Der Platz ist sehr, sehr lang. Man muss die Fairways treffen. Das Rough ist brutal, das haben die Amateure heute miterleben dürfen. Das ist sehr extrem, auch für uns. Die Grüns halten sensationell für die Regenfälle, die wir in den letzten Wochen hier hatten. Dass die Grüns so gut rollen und so schnell sind, ist sensationell und sehr, sehr gut. Sie sind natürlich weich. Daran lässt sich nichts ändern.“

Sie haben eine Saison mit guten, aber auch weniger guten Ergebnissen. Wie ist Ihr Gesamteindruck?
Siem: „Ich habe drei Wochen gar nicht gespielt und am Montag zum ersten Mal wieder richtig trainiert. Ich bin eigentlich ganz zufrieden. Mein Driver ist jetzt noch nicht ganz so lang, wie er fliegen sollte. Mir fehlen da schon zehn, zwanzig Meter. Aber das kann auch ganz schnell wieder funktionieren. Ich muss sagen, dass meine Schulter gut gehalten hat. Die schlechten Schläge tun weh, die guten nicht. Das ist schon mal ein gutes Zeichen.“

Ihr Flight mit Miguel Ángel Jiménez wird sicher im Zentrum des Interesses stehen. Freut man sich auch selbst auf so einen Flight?
Siem: „Ja, auf jeden Fall. Ich finde Miguel super. Wir verstehen uns sehr gut, und es gibt bestimmt ein paar lustige Gespräche. Ross Fisher ist auch ein sensationell guter Spieler. Ich habe eigentlich nur gute Erinnerungen an meine Flights mit Ross. Er zieht mich immer mit. Wir verstehen uns auch sehr gut. Darauf freue ich mich.“

Was erwarten Sie in dieser Woche von sich?
Siem: „Klar will ich vor eigenem Publikum gewinnen. Zuhause gewinnen kann man immer nur einmal im Jahr. Ich werde alles dafür geben. Allerdings darf meine Erwartungshaltung auch nicht zu hoch sein, da ich seit Wentworth so gut wie kein Golf gespielt habe. Ich kann mich aber nicht beschweren. Denn mein Putting ist gut, mein Chippen ist gut, meine Eisen-Schläge waren auch in Ordnung. Ich freue mich einfach darauf, vor heimischem Publikum zu spielen. Ich kenne den Platz sehr gut, ich weiß, wo man nicht hinschlagen darf. Das hilft schon mal. Wenn ich ein bisschen besser putte als normal, kann ich vielleicht trotzdem vorne mitspielen.“

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Ein Wort zu Olympia: Wie stehen Sie zu diesem Thema?
Siem: „Für mich waren eigentlich immer die Majors wichtiger. Dass ich meinen Schwung wieder auf die Kette kriege, war für mich eher von Bedeutung als Olympia. Nach Gesprächen mit Sportlern, die Olympia schon mitgemacht haben, habe ich jetzt aber irgendwie nochmal richtig Lust darauf bekommen. Ich werde also, wenn die Schulter hält, nochmal drei Wochen richtig Gas geben und versuchen, Alex Cejka nochmal ein bisschen Druck zu machen. Aber wir sind sehr gute Freunde, also gönne ich ihm die Nominierung. Wenn ich es noch packe, ist es super. Ansonsten stehen wir aber mit Martin und Alex ganz gut da.“