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DP World: Fitzpatrick triumphiert in Dubai, Stenson in Europa

DP World: Fitzpatrick triumphiert in Dubai, Stenson in Europa

Der erst 22-jährige Engländer Matthew Fitzpatrick gewann das Finale der European Tour 2016! In einem dramatischen „Fernduell“ mit seinem Landsmann Tyrell Hatton, der einen Flight vor ihm unterwegs war, setzte sich der RyderCup-Novize mit einem Birdie auf dem Schlussloch beim DP World Tour Championship durch und schnappte sich das Preisgeld über satte 1,2 Mio. Euro. Dazu sprang er noch in die Top10 in der Jahreswertung „Race to Dubai„, wo ihm nochmal ein Bonus zuteil wurde. Merry Christmas! Es war kurz vor Schluss ein unglaublich spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden britischen Youngster. Hatton hatte auf der 17 als Führender ein Par gerettet, nachdem er zuvor einen eingebohrten Ball in der Rückseite des Grünbunkers, nur wenige Meter nach vorne bugsieren konnte und von dort dann einlochte. Das war der Schlag und das Glück eines Champions – Hatton sah wie der sichere Sieger aus. Doch auf der 18 schlug er seinen Drive ins Wasserhindernis und machte anschließend Bogey. Die Tür war also auf für Fitzpatrick, zumal dieser einen Traumdrive auf das 18. Fairway legte und mit einem langen Eisen das Grün attackieren konnte. Zwar landete der zweite Schlag im Grünbunker, aber sein Kurzes Spiel ließ ihn in dieser Drucksituation nicht im Stich – Up and Down und der Titel war der seine. Fitzpatrick notierte eine 67er Finalrunde (-5), Hatton eine 68 (-4). Der Winning-Score war bei -17 insgesamt. Rang 3 ging an den Südafrikaner Charl Schwartzel mit -14 total.

Stenson holt Harry Vardon Trophy

Henrik Stenson war der zweite große Gewinner des Tages: Der Schwede holte zum zweiten Mal nach 2013 die Jahreswertung „Race to Dubai“ und sicherte sich mit einem geteilten 9. Platz (65/-7/-12 total) souverän die Harry Vardon Trophy. Damit ging sein bislang erfolgreichstes Jahr als Profigolfer zuende. Stenson gewann mit der British OPEN sein erstes Major und errang für seine Heimatland die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Rio. Mit der gleichen, tagesbesten 65 (-7) auf dem Earth Course in den Jumeirah Golf Estates kam auch Rory McIlroy (NIR) noch auf Rang 9. Für den Nordiren lief das Jahr 2016 nicht so erfolgreich, wie erhofft.

Kaymer mit versöhnlichem Abschluss

Gleiches läßt sich über Martin Kaymer sagen: Der Mettmanner beendete seine zweite Saison nacheinander ohne Turniersieg. Der 31-Jährige kam auch in Runde 4 erneut zu einer guten 67 (-5) und auf -9 in der Turnierwertung. Das ergab einen geteilten 19. Rang. Bedenkt man, dass er mit 71 und 74 ins Turnier gestartet war, ist das ein gutes Finish. Dennoch war seine Gesamtsaison ernüchternd, nur Platz 17 im „Race to Dubai“ – da läßt sich, gemessen an seinen eigenen Ansprüchen, wenig beschönigen. Olympia lief nicht nach Plan, der RyderCup schon gar nicht. So bleibt einmal mehr die Hoffnung auf eine Neues Jahr 2017, wo so viele Deutsche in der höchsten Liga antreten werden, wie nie zuvor. Kaymer bekommt Konkurrenz aus dem eigenen Lager! Gut so!

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Tyrell Hatton konnte einem ein wenig leidtun – Der Brite verspielte seinen Sieg auf dem letzten Loch in den Jumeirah Golf Estates in Dubai – konnte aber dennoch noch lächeln.
Big Swede! Big Trophy! Henrik Stenson mit der Harry Vardon Trophy für den Gewinn des Race to Dubai 2016!!
Rory McIlroy schaute in diesem Jahr öfter als gewünscht in die Röhre, aber beim RyderCup ging er ganz klar vorneweg.
Zehn unter Par am Wochenende auf dem Earth Course! So gut scorte Martin Kaymer lange nicht bei einem der Big Events

– Fotos: europeantour.com/Getty Images