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Gelungenes Schaulaufen von Alexander Levy für den Ryder Cup

Gelungenes Schaulaufen von Alexander Levy für den Ryder Cup
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Hamburg. Die Zusammenstellung des Flights war sicherlich kein Zufall: Alexander Levy (Frankreich), Gewinner der Porsche European Open 2016 und Vorjahreszweiter, spielte die ersten beiden Runden bei der diesjährigen European Open auf dem Porsche Nord Course mit Thomas Björn. Der 47-jährige Däne ist Kapitän des europäischen Ryder-Cup-Teams, das vom 28. bis 30. September 2018 nahe Paris auf das US-Team trifft. Und in dieser Funktion war es ihm wichtig, einen der heißen Wildcard-Aspiranten nochmals persönlich in Augenschein zu nehmen. Mit einer 68er Runde spielte Levy am heutigen Freitag vor 7.500 Zuschauern auf der Anlage der Green Eagles Golf Courses vier unter Par. Damit liegt er bei insgesamt sieben unter Par und hat als geteilter Siebter eine hervorragende Ausgangsposition fürs Wochenende.

Die mögliche Wildcard für Alexander Levy ist seit Wochen Gesprächsthema. Und natürlich wünschen sich die französischen Golffans nichts sehnlicher für das – nach Olympischen Spielen und der Fußball-Weltmeisterschaft – drittgrößte Sportereignis, das erstmals in Frankreich ausgetragen wird. Doch Thomas Björn ließ sich bei der Porsche European Open nicht aus der Reserve locken. Er zeigte sich beeindruckt „vor allem von den zweiten neun Löchern und dem Finish von Alexander mit vier Birdies, die zeigen, zu was er fähig ist, wenn er in den Flow kommt“. Aber da ist auch die andere Seite des sehr emotionalen Franzosen, wenn es einmal nicht so läuft.

Golf spielen können sie alle“, weiß Björn, „aber ich muss vor allem einschätzen können, wie die Spieler in bestimmten Situationen funktionieren und am Ende die wählen, die das beste Team ergeben.“ Während die Teilnahme von Alexander Levy also weiter offen bleibt, schließt Björn mit Blick auf Martin Kaymer (Mettmann) selbst theoretische Chancen auf eine Wildcard aus. Björn: „Ich kenne ihn sehr gut und er ist ohne Zweifel einer der besten Profis der Welt, würde jedem Team hervorragend zu Gesicht stehen. Im Moment läuft es aber nicht rund, da er nach meiner Wahrnehmung zu sehr zwischen der European Tour und PGA Tour hängt und sich nicht entscheiden kann. Aber er ist clever genug, das für die Zukunft zu klären.

Thomas Björn, selbst dreifacher Ryder-Cup-Sieger, wird im Übrigen am Wochenende bei den Porsche European Open nur noch zuschauen. Er verpasste den Cut. Kein Wunder, verbrachte Björn die vergangenen Monate doch vor allem damit, mögliche Team-Mitglieder zu beobachten und dafür um die Welt zu reisen. Für das eigene Spiel blieb da nur wenig Raum, „aber ich habe derzeit definitiv größere Themen, die mich beschäftigen“.

Fotos: PEO/Lennart Preiss/Getty Images

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