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Herzspezialist Prof. Körfer beim PresseGolfTreff NRW im Golfclub Hösel

Herzspezialist Prof. Körfer beim PresseGolfTreff NRW im Golfclub Hösel
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Hösel/fi/hw – Zu einem außergewöhnlichen Termin der PresseGolfer hatten die Organisatoren des 4. diesjährigen PresseGolfTreffs NRW in den Golfclub Hösel geladen. Erstmals fand die Veranstaltung nicht dienstags, sondern an einem fußball-EM-freien Mittwoch statt, zudem ging es zuerst auf die 18-Loch-Runde, dann ab 19 Uhr lauschten die Teilnehmer, ergänzt durch Mitglieder und Gäste des gastgebenden Höseler Clubs, den Worten des weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannten Herzchirurgen, Professor Dr. med. Dr. h.c. Reiner Körfer.

Prof. Dr. med. Reiner Körfer: Weltweit einzigartig ist das im klinischen Einsatz erfolgreiche Kunstherz "ReinHeart".  (Foto: west)

Prof. Dr. med. Reiner Körfer: Weltweit einzigartig ist das im klinischen Einsatz erfolgreiche Kunstherz „ReinHeart“. (Foto: west)

Intention für die seit Jahrzehnten höchst erfolgreiche und international anerkannte Arbeit Professor Körfers war und ist die Situation von Patienten, für die eine konventionelle, medikamentöse bzw. operative Therapie aus den verschiedensten Gründen nicht mehr in Frage kommt. In aller Regel wäre dann eine Herztransplantation – auch bei älteren Patienten – die einzige Option. Da jedoch die Bereitschaft zur Organspende gerade in Deutschland extrem schlecht ist – aus welchen Gründen auch immer – könnte für die Betroffenen die Forcierung der Entwicklung eines Kunstherzens eine Alternative und damit eine Chance zu einem längeren Leben und zu mehr Lebensqualität darstellen.

In seinem Vortrag über das Thema „Kunstherz – aktueller Stand“ stellte Körfer einen spannenden Bogen von der weltweit ersten Herztransplantation 1967 am Groote Schuur Hospital zu Kapstadt, die durch ein südafrikanisches Transplantationsteam unter der Leitung von Dr. Christiaan Barnard durch – der Patient Louis Washkansky überlebte die Operation 18 Tage – über einige Modelle von Kunstherzen und Herzunterstützungssystemen bis zur klinischen Reife von Kunstherzen.

Besonderes Interesse bei den Zuhörern im Golfclub Hösel erzeugte das von Körfer und seinem Team in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen entwickelte Kunstherz mit Namen „ReinHeart“ – in Anlehnung an den Vornamen des Vortragenden. „ReinHeart“ ist zurzeit weltweit einzigartig. Ohne eine Stiftung und EU-Fördergelder wäre diese großartige Entwicklung nicht möglich gewesen. Auch einige US-Wissenschaftler zeigten höchstes Interesse an Körfers Arbeiten. Seit Ende der 60iger Jahre befasst sich die Forschung mit der Entwicklung eines künstlichen Herzens. Die immer kleiner und mobiler gewordenen Kunstherzen werden zur lebensrettenden Überbrückung bis zur Lebend-Organspende eingesetzt. Patienten können heutzutage bis zu vier Jahren ein wieder fast normales Leben führen, auch wieder Golf spielen. Während die ersten Exemplare der Kunstherzen aus metallischen Produkten bestanden, daher sehr schwer waren, ist das aktuelle Exemplar aus Titan nicht nur wesentlich leichter, sondern auch etwa 70 Prozent kleiner – zum Wohl der Patienten, die das eingepflanzte neueste Kunstherz kaum noch als Gewicht wahrnehmen.

Während 2015 in Deutschland etwa 400 Anmeldungen zu einer Transplantation vorlagen, wurden allerdings nur knapp 300 realisiert. Auch zu den Kosten äußerte sich Professor Körfer; er sieht diese in der Nähe der hunderttausend Euro Marke, gerechnet ab der Anmeldung bis zur Entlassung nach Hause. Zur Lebensdauer der Kunstherzen angesprochen, meinte Körfer, dass man mit etwa 5 bis 10 Jahre rechnen dürfe. Das von ihm entwickelte Kunstherz mit Namen „ReinHeart“ weist jedoch eine wesentlich längere Lebensdauer auf.

Vor dem Vortrag hatten die Organisatoren des Tages ein Wettspiel über 18 Loch angesetzt. Bei recht trockenem „Geläuf“ ging es diesmal über den wiederum bestens bespielbaren Südplatz des Golfclubs Hösel. Und hier zeigten sich die beiden teilnehmenden PGT-Damen in der Netto-Wertung nicht nur gleichauf, sondern auch den Herren klar überlegen: 1. Ann Baer/Etuf Essen und Haide Watermeier/Kölner GC je 36 Punkte, 3. Eitel Nickel/Kölner GC 32 Pkte., 4. Prof. Dr. Reiner Körfer/Niederrheinischer GC 30 Pkte., 5. Claus-Peter Doetsch/GC Schloss Myllendonk 29 Pkte., 6. Harald Müsse/GC Felderbach Sprockhövel und Dr. Hans Paukens/GC Am Kloster Kamp Kamp-Lintfort je 28 Pkte.

Prof. Dr. Reiner Körfer (3.v.l.) im Kreis von Mitgliedern des PresseGolfTreffs NRW im Golfclub Hösel (Foto: MRF)

Prof. Dr. Reiner Körfer (3.v.l.) im Kreis von Mitgliedern des PresseGolfTreffs NRW im Golfclub Hösel (Foto: MRF)

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