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Österreicher Matthias Schwab unbeeindruckt am Moving Day der Porsche European Open

Österreicher Matthias Schwab unbeeindruckt am Moving Day der Porsche European Open

Hamburg. Er ist die Überraschung der ersten drei Tage bei der Porsche European Open: Matthias Schwab, 23-jähriger Profi-Golfer aus dem eigentlich vor allem als Wintersportort bekannten Schladming zu Fuße des Dachstein-Massivs. Im vorletzten Flight war der Österreicher am Samstag gemeinsam mit Masters-Champion Patrick Reed (USA) auf dem Porsche Nord Course unterwegs und zeigte sich gänzlich unbeeindruckt. Zeitweise setzte sich Schwab sogar an die Spitze des Leaderboards, das Bryson DeChambeau (-12, USA) und Richard McEvoy (England) vor der Schlussrunde gemeinsam auf Platz 1 führt. Dahinter folgen auf dem geteilten dritten Rang Matthias Schwab (-11) und Patrick Reed (USA) sowie Paul Casey (-9, England) auf Platz 5.

Nach den tropischen Temperaturen der vergangenen Tage sorgten heftige Gewitter am Nachmittag des dritten Turniertages für eine knapp dreistündige Unterbrechung auf der Anlage der Green Eagles Golf Courses. Matthias Schwab nahm auch dies – wie die 7.900 Zuschauer – mit großer Gelassenheit. „Ich gehe mein Spiel mit Selbstvertrauen an, glaube an mich selbst und bewahre einen kühlen Kopf“, lässt er sich nicht ohne Grund auf der Homepage seines Hauptsponsors zitieren.

Porsche European Open 2018 – Day 4
Porsche European Open 2018 – Day 4
Porsche European Open 2018 – Day 4

Und tatsächlich gibt es für ihn keinen Anlass, in Ehrfurcht etwa vor den Stars der US-PGA-Tour zu erstarren. Als Student an der renommierten amerikanischen Vanderbilt University in Nashville, Tennessee, die ihn 2016 zum Athleten des Jahres kürte, hat er sich im College-Golf die nötige Wettkampfhärte geholt – unter anderem auch im direkten Duell mit einem gewissen Bryson DeChambeau. Zudem hat er seine Profi-Karriere von langer Hand geplant. So nahm er schon als 15-jähriger Amateur bei der Lyoness Open erstmals an einem Profi-Turnier teil und landete dort sensationell auf dem 32. Platz.

Seit einem Jahr ist er nun Profi. Dies ist umso beachtlicher, als er 2014 aufgrund einer Rückenverletzung elf Monate aussetzen musste. „In dieser Zeit habe ich nicht nur daran gezweifelt, dass es mit der Profilaufbahn was wird, sondern sogar daran, dass ich überhaupt jemals wieder normal Golf spielen kann“, erinnert sich Matthias Schwab. „Unterm Strich hat mir diese Phase aber geholfen, noch dankbarer für das zu sein, was ich machen kann.“

Zu seinen wesentlichen Stützen zählt Schwab seinen Vater, einen ehemaligen olympischen Bobfahrer, und seinen Bruder. Nicht minder wichtig ist Coach und Trainer-Legende Willi Hoffmann. Dieser hat vor mehr als drei Jahrzehnten bereits Deutschlands Vorzeige-Golfer Bernhard Langer in die Weltspitze geführt und betreut den Seriensieger der PGA Tour Champions bis zum heutigen Tag. Sicherlich ein gutes Omen für die weitere Zukunft des äußerst zielstrebigen und hochveranlagten Jungprofis aus dem Wintersportort.

Fotos: PEO/Lennart Preiss/Getty Images

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