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Presse Golf Treff NRW: Der Titleist-Golfball

Presse Golf Treff NRW: Der Titleist-Golfball

Hösel/fi – Der Name Acushnet ist nur absoluten Golfexperten ein Begriff. Vielmehr sind die Acushnet-Marken Titleist, FootJoy und auch Pinnacle Millionen von Golfspielerinnen und -spielern nahezu täglich vor Augen. Was bereits 1932 ein gewisser Phil Young im beschaulichen Walfangdorf Fairhaven an der amerikanischen Ostküste mit viel Spürsinn aufbaute, ist heute bei Golfern in aller Welt ein vielbeachteter Hersteller von Golfausrüstungen, insbesondere Golfbällen, Golfschlägern, Golfschuhen und Golfhandschuhen.

Beim PresseGolfTreff-NRW: Repräsentanten von Acushnet v.l. Christoph Lehmler, Nikolaus Peltzer, PGT-Organisator Michael Rolf Fischer sowie Jan Bellenhaus. (Foto:west)

Beim PresseGolfTreff-NRW: Repräsentanten von Acushnet v.l. Christoph Lehmler, Nikolaus Peltzer, PGT-Organisator Michael Rolf Fischer sowie Jan Bellenhaus. (Foto:west)

Beim Presse Golf Treff NRW im Golfclub Hösel stellten jetzt Nikolaus Peltzer, General Manager Central Europe bei Acushnet, und sein Kollege Jan Bellenhaus, speziell für die Ballmarke Titleist zuständig, nicht nur das Unternehmen, sondern vor allem Daten und Fakten sowie einige kleine Geheimnisse rund um die Herstellung von guten und weniger guten Golfbällen vor. Die Frage des Tages lautete: “What is the difference between a golf ball and a Titleist PRO V1 ?”. Zunächst räumt Bellenhaus mit der Mär auf, dass es absolut kein Qualitätsmerkmal sei, ob ein Golfball einen, zwei oder gar drei Kerne hat: “Unsere Vision ist Qualität und Performance, und da kommt es nicht auf die Anzahl der Kerne an, sondern auf die Gesamtkonstruktion und deren Abstimmung an. Dort liegt das Geheimnis unserer Top-Modelle Titleist Pro V1 und ProV1x”. Bei Titleist arbeiten über 80 hochqualifizierte Mitarbeiter alleine in der Golfballforschung, darunter Chemiker, Aerodynamiker, Statistiker und weitere Spezialisten in allen Fachgebieten. Kein Wunder also, dass dieser Ball inzwischen mit großem Abstand Weltmarktführer ist: “Titleist ist mit circa 68 Prozent der meistgespielte Ball auf den Profi-Touren weltweit”, stellt Bellenhaus in den Raum, deren zahlreiche Zuhörer aus dem Kreis der NRW-Journalisten, unter ihnen auch DGV-Kommunikationschef Jörg Schlockermann, über ein überdurchschnittlich gutes Handicap verfügen. “Und gute Golfer vertrauen nun einmal Top-Golfbällen.”

Waren vom Südplatz des GC Hösel beeindruckt: v.l. Jörg Schlockermann, Nikolaus Peltzer und Uwe Bornemeier (Foto:west)

Waren vom Südplatz des GC Hösel beeindruckt: v.l. Jörg Schlockermann, Nikolaus Peltzer und Uwe Bornemeier (Foto:west)

Die über 80 Wissenschaftler und Anwendungstechniker der Forschungs- und Entwicklungsabteilung arbeiten bei Acushnet am Hauptsitz in Fairhaven im Bundesstaat Massachusetts. Etwa zwei Jahre Arbeit sind notwendig, um einen neuen Golfball zur Marktreife zu bringen. Bellenhaus: “Hier zeigt sich unsere enge Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Top-Tour-Spielern, deren Input wertvolle Impulse für unsere Techniker bringt. In den Labors werden pro Jahr etwa zweihundert bis dreihunderttausend Golfbälle von Mitbewerbern am Markt aufgeschnitten und auf Herz und Nieren untersucht. In der Titleist-Zentrale sind mehrere Wände Zeugen einer enorm erfolgreichen Forschung. Nikolaus Peltzer meint, dass derzeit etwa 1.700 Patente vorliegen – nur für Golfbälle der Marke Titleist, was übrigens “Titelträger” bedeutet. Diese Anzahl repräsentiert seit 2010 rund 47 Prozent aller Golfball-Patente weltweit. Das Investitionsvolumen von Acushnet allein im Ballbereich soll bereits die 300 Millionen US-Dollar-Grenze überschritten haben.

An Abschlag 1: v.l. Edgar Krause, Jan Bellenhaus und Claus-Peter Doetsch (Foto:west)

An Abschlag 1: v.l. Edgar Krause, Jan Bellenhaus und Claus-Peter Doetsch (Foto:west)

Mehr als 300 Millionen Golfbälle pro Jahr “spucken” die drei Acushnet-Fabriken aus, davon zwei in den USA und eine Anlage in Thailand. Insgesamt sind in den direkten Herstellungsprozess mehr als 1.100 Mitarbeiter eingebunden. Und warum Asien? – “Ganz einfach”, sagt Nikolaus Peltzer, “weil der asiatische Markt jährlich erheblich größere Zuwachsraten erzielt, zweitens die notwendigen Kautschukmaterialien eher in Asien erhältlich sind.” Übrigens im Gegensatz zu Mitteleuropa verlangen die Golfer Asiens immer mehr farbige Bälle. Derzeit ist dort jeder vierte Golfball farbig.

Entscheidend sind jedoch die Wünsche der Spieler und damit der Kunden, so stellt Jan Bellenhaus immer wieder fest, das Gefühl für den Ball beim Schlagen und die Kontrolle des Balls beim kurzen Spiel. Nikolaus Peltzer: “Und darauf blicken wir beim Entwickeln neuer Bälle besonders akribisch”.

Kontrolle der Scores: v.l. Dr. Hans Paukens, Dr. Artur vom Stein, Felix zur Nieden (Foto:west)

Kontrolle der Scores: v.l. Dr. Hans Paukens, Dr. Artur vom Stein, Felix zur Nieden (Foto:west)

Bei der traditionellen Golfrunde im Anschluss an die Gesprächsrunde zeigten sich vor allem die Gesprächspartner von Acushnet vom bestens präparierten Südplatz des GC Hösel beeindruckt, bewiesen aber auch im Umgang mit den angesprochenen Titleist Pro V1 recht gutes Können:
Brutto: 1. Jan Bellenhaus / GC Wilkinghege Münster mit 30 P., 2. Uwe Bornemeier / Dortmunder GC und Jörg Schlockermann mit je 25 P., 4. Nikolaus Peltzer / Aachener GC 1927 mit 24 P., 5. Werner Steffens / GC Hösel mit 18 P.
Netto: 1. Werner Steffens / GC Hösel mit 38 P., 2. Christoph Lehmler / GC Domtal Mommenheim / und Uwe Bornemeier / Dortmunder GC / je 34 P., 4. Jan Bellenhaus / GC Münster-Wilkinghege / 32 P., 5. Jörg Schlockermann / Licher GC, Klaus Beyer / GSC Rheine-Mesum und Dr. Hans Paukens / GC Am Kloster Kamp / alle je 31 P., 8. Nikolaus Peltzer / Aachener GC 1927 / 30 P., 9. Dr. Artur vom Stein / Golf & More Huckingen Duisburg / 30 P. 10. Claus-Peter Doetsch / GC Schloss Myllendonk Mönchengladbach / 29 P.