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Presse Golf Treff NRW : „Richtiges Krafttraining steigert auch die Weite“

Presse Golf Treff NRW : „Richtiges Krafttraining steigert auch die Weite“
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Ratingen-Hösel / fi – Zu einem Vortrag beim September-Treff der PresseGolfer Nordrhein-Westfalens im Golfclub Hösel hatte PGT-Organisator Michael Rolf Fischer die Diplom-Sportlehrerin, Claudia Frohberger aus Mettmann, eingeladen. Ihr Thema: „Krafttraining im Golfsport – richtiges Aufwärmen vor der Runde“ – Theorie und Praxis.“ Und die Praxis kam bei den Pressegolfern keineswegs zu kurz.

PGT-Chef Michael Rolf Fischer dankt Claudia Frohberger mit einem Warsteiner-Bier-Fäßchen (Foto: west)

PGT-Chef Michael Rolf Fischer dankt Claudia Frohberger mit einem Warsteiner-Bier-Fäßchen (Foto: west)

Zu Beginn zeigte Frohberger, selbst gute Golferin mit Handicap -4,5 und 2015 NRW-Meisterin der AK 35, ohne Umschweife sofort auf, wie sich die meisten Golfspielerinnen und Golfspieler in deutschen Landen auf die vor ihnen stehende 18-Loch-Runde vorbereiten – nämlich nicht, absolut unzureichend oder falsch. Sie erwähnt das Aussteigen aus dem Auto, Bag raus, Driver raus, aufteen und ab geht die Post. Ihr Credo: „10 Minuten Aufwärmen, aber richtig“, sagte sie unmissverständlich und an die Anwesenden gerichtet: „denn Sie möchten doch sicher schon bei Loch 1 nicht nur einen weiten geraden Abschlag, sondern positiv auch an alle weiteren Bahnen und Löcher herangehen.“ Die Vorbereitung des Körpers auf die gesteigerte körperliche Aktivität und die mentale Einstimmung und Fokussierung auf die kommenden einzelnen Golfschwünge sind, so die Referentin, einerseits die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Golfrunde, andererseits aber auch die beste Vorbeugung gegen Verletzungen.

Dass richtiges Aufwärmen in Kombination mit positivem Erleben der wenigen Schläge auf der Drivingrange einen optimalen Start zu einer erfolgreichen Golfrunde bieten, war jedem der Anwesenden nach den überzeugenden Worten Frohbergers klar. Was ist der Hintergrund? Dazu die Absolventin der Deutschen Sport-Hochschule Köln: „Die meisten Amateurgolfer, etwa 90 Prozent, weisen leichte bis mittelschwere orthopädische Beschwerden und Schäden auf, wobei nicht Golf induzierte Vorschädigungen sich durch das Golfspiel überdurchschnittlich verschlechtern.“ Die häufigsten Beschwerden der Amateurgolfer liegen im Rücken-, Knie- und Schulterbereich. Ein Indiz für richtiges Krafttraining dagegen sind gut trainierte Golfspieler. Sie weisen generell deutlich weniger Beschwerden auf.

Recht eindrucksvoll ist die Druckbelastung auf die Wirbelsäule: Beim Sitzen beträgt sie etwa 100 Kilopond, beim Gehen etwa 140 Kilopond, aber beim Golfschlag liegt dieser Wert etwa bei 560 Kilopond. Jedoch gibt es keine Tätigkeit oder Sportart, die alle Muskelgruppen gleichmäßig belastet – beim Golf sind es 124 von insgesamt 434 Muskeln, wobei meist nur die für die jeweilige Sportart relevante Muskulatur intensiv trainiert wird, während die restliche Muskulatur vernachlässigt wird. Und auf die Frage, welche Art Krafttrainung für Golfer das Richtige sei, meint Claudia Frohberger, „Krafttraining sei nicht gleich Krafttraining, da je nach Fitnessgrad andere Bewegungsausführungen bei gleichen Muskelgruppen in Betracht kommen, also verschiedene Trainingsparameter und Trainingsformen angewendet werden.“ Zum Abschluss ihrer theoretischen Ausführungen stellt Frohberger fest: „Wichtig ist hier, dass Golfphysiotherapeuten mit Erfahrung Golfspieler, ob jung oder alt, intensiv beobachten und so die Trainingsformen auf die individuellen Bedürfnisse abstimmen.“

Etwas ungläubig schauten die anwesenden Pressegolfer kurz bei der Aufforderung: „Kommen wir nun zur Praxis! – Erheben Sie sich, um mit dem Aufwärmen zu starten.“ Aufwärmen am Konferenztisch? – Begleitet von mehreren Charts führte die Referentin vor, welche Aufwärmübungen selbst im kleinsten Raum möglich sind. Gesagt, getan. Für die Pressegolfer war es ein gelungener Auftakt für die anstehende 18-Loch-Runde.

Aufwärmen auf engem Raum zeigt Claudia Frohberger (Foto: west)

Aufwärmen auf engem Raum zeigt Claudia Frohberger (Foto: west)

Beim Spiel um das Warsteiner-Bierfäßchen setzte sich bei intensivem Sonnenschein und tropischen Temperaturen auf dem wiederum bestens präparierten Südplatz des GC Hösel in der Brutto-Wertung Claus-Peter Doetsch / GC Schloss Myllendonk Mönchengladbach mit 22 Brutto-Punkten vor Andreas Bosbach / Kölner GC mit 20 Punkten durch. Die Netto-Wertung gewann Eitel Nickel / Kölner GC mit 31 Punkten vor seiner Clubkameradin Haide Watermeier / Kölner GC mit 30 P. und im Stechen um Platz 3 Ralf Weihrauch / GC Hünxerwald vor Heinz Rohr / GC Oberhausen mit jeweils 29 P.

Kontakt: Michael Rolf Fischer / e-Mail: imr.fischer@web.de
Website: http://www.pressegolftreff-nrw.de/

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