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Pressegolf-Treff NRW: Mit der Wingwave-Methode Blockaden lösen – “Mentale Stärke am Abschlag”

Pressegolf-Treff NRW: Mit der Wingwave-Methode Blockaden lösen – “Mentale Stärke am Abschlag”

Recklinghausen / fi – Felix, Redakteur bei einem Zeitungsverlag im Ruhrgebiet, kann es nicht glauben, was eben mit ihm passiert. Er lacht. Der Herr neben ihm, ein Diplom-Psychologe, hat soeben mit Erfolg versucht, einige Blockaden in Felix’ Gehirn zu lösen. Es geht um die Optimierung des Golfspiels von Felix. Zunächst forderte er ihn auf, in der rechten Hand die Spitzen von Daumen und Zeigefinger zu verbinden. Einmal kann der freundliche Herr neben ihm die beiden Finger lösen, ein anderes Mal sind die beiden Finger trotz des Versuchs, sie zu entzweien, weiter fest verbunden. “Hierbei”, so gibt der Psychologe zu verstehen, “geht es darum, Blockaden zu lösen, um befreit aufzuspielen. Dies geschieht mit dem Finger-Muskeltest, einem Teil des sogenannten Wingwave-Coachings.”

PGT-Initiator Michael Rolf Fischer (li.) dankt Diplom-Psychologe Jan Schlegtendal für sein Referat mit einem Präsent Foto: kruse-bild

PGT-Initiator Michael Rolf Fischer (li.) dankt Diplom-Psychologe Jan Schlegtendal für sein Referat mit einem Präsent – Foto: kruse-bild

Der Herr neben Felix ist Jan Schlegtendal, Diplom-Psychologe und Inhaber des Unternehmens SENSIT. Er war als Referent beim zweiten Pressegolf-Treff NRW zum Gastvortrag in den Vestischen Golf-Club Recklinghausen gekommen. Mit seinem anspruchsvollen Vortrag zum Thema “Mentale Stärke beim Abschlag” traf er auf zahlreiche erwartungsfrohe Teilnehmer. Seine Coachingmethoden können auf einige hervorragende Erfolge bei zahlreichen Sportlern verweisen: “Ich bin – noch – kein Golfspieler, aber überall, wo das Gehirn eine wesentliche Rolle bei der Ausübung eines Sports spielt, kann die von mir bevorzugte Wingwave-Methode Leistungen optimieren. So ist es möglich, auch den Golfsportlern, die zum Beispiel Angst vor dem ersten Abschlag oder Angst vor einem Bunkerschlag haben, zu besseren Scores zu verhelfen.

Vor Beginn seines Praxistests mit dem Probanden Felix holte Schlegtendal recht weit aus in Richtung wissenschaftlich angehauchter Darstellungen der fünf Sinne der Wahrnehmungspositionen. “Wir kennen das: Emotionen machen das Leben bunt. Aber neben den angenehmen gibt es auch sehr häufig unangenehme Emotionen wie Wut, Ärger, Genervtsein, Angst, Trauer, Schock, Panik oder Widerwille. Zentrale Frage an die Golf spielenden Zuhörer: “Gibt es irgendwo Schwachstellen?”, fragt der Psychologe. Und nennt sofort einige Beispiele: “Ist es der Driver? Loch 5? Ein bestimmter, unangenehmer Gegner im Flight? Ein bestimmter, persönlich ungeliebter Platz?” Erster Schritt ist der Versuch, bestimmte Schwachstellen bzw. Blockaden zu erkennen, zweiter Schritt sie zu lösen. Das ist seine Aufgabe. Schlegtendal: “Unser Gefühlshirn, limbisches System und Hippocampus genannt, ist wie ein PC-Server. Gefühle müssen verarbeitet werden. Der allseits bekannte Satz “Eine Nacht drüber schlafen!” zeigt, dass Menschen immer schon wahrgenommen haben, dass sich Gefühle nach einer Nacht verändert haben. Dies geschieht durch die schnellen Augenbewegungen in der Traumschlafphase (REM-Phase). Mit der Wingwave-Methode werden unangenehme Gefühle und Blockaden mit diesen Augenbewegungen nachträglich und in Zeitraffer “aussortiert”, so dass sie “Schnee von gestern” sind.

Referent Jan Schlegtendal erläutert den Aufbau unserer "Gefühlswelt" Foto: west

Referent Jan Schlegtendal erläutert den Aufbau unserer “Gefühlswelt” – Foto: west

Jan Schlegtendal ist überzeugt: “Mit dieser Methode sind auch nachhaltige Erfolge möglich!” Die Golf spielenden Journalisten hörten dies sehr aufmerksam, denn wer möchte schon gerne mit unangenehmen Emotionen schon wenige Tage später auf dem Golfplatz erneut von seinen Blockaden heimgesucht werden.

Übrigens: Auslöser für Schlegtendals heutigen Arbeitsschwerpunkt war die Handball-WM 2007. Insbesondere der bundesdeutsche Nationaltorwart Fritz, vor der WM als Schwachpunkt gehandelt, wuchs plötzlich während der WM über sich hinaus – dank der Wingwave-Methode.

Beim anschließenden Spiel über die ersten neun Loch des wunderschön in einer Parklandschaft münsterländischer Prägung gelegenen Vestischen Golfclubs konnten sich Ann Baer /Etuf Essen, Reiner Kruse / VGC Recklinghausen, Werner Steffens / GC Hösel und Haide Watermeier / Kölner GC auf den vorderen Rängen platzieren.

Der Vestische Golfclub Recklinghausen - eine Parklandschaft münsterländischer Prägung - Foto: west

Der Vestische Golfclub Recklinghausen – eine Parklandschaft münsterländischer Prägung – Foto: west