Guido Migliozzi triumphiert bei Open de France mit 62er Finalrunde

Eigentlich war der Däne Rasmus Hojgaard der ausgemachte Gewinner bei der Cazoo Open de France bei Paris – so dominant trat der erst 21- Jährige auf, vor allem an den beiden ersten Turniertagen. Eigentlich: Doch es kam anders auf dem RyderCup Course von 2018. Von Platz 9 gestartet reüssierte am Ende des Tages der Italiener Guido Migliozzi auf dem Albatross Course im Le Golf National. Seine 62 (-9/-16 total) in Runde 4 war nicht nur die herausragende Runde des gesamten Turniers, die Art und Weise, wie der 25-jährige aus Vicenza den Titel errang, war einfach spektakulär. Mit einem hohen Cut beförderte Migliozzi seinen zweiten Schlag dermaßen grandios an die am äußersten rechten Rand des von Wasser umgebenen Grüns gesteckten Fahne, das man nur mit der Zunge schnalzen konnte. Ein Traumschlag! Wer in der Finalrunde eine 62 scort, ist immer ein absolut verdienter Sieger. Der Italiener kassierte 510.00 Euro Preisgeld für seine famose Leistung. Hojgaard ging diesmal also leer aus und musste sich mit der Runner-up-Position zufrieden geben (-15 total). Dann folgen der Südafrikaner George Coetzee, der Franzose Paul Barjon sowie der Belgier Thomas Pieters auf Rang 3 mit -11 insgesamt.

Yannik Paul blieb trotz einer 72 (+1) heute mit -8 total bester Deutscher. Mit dem geteilten 8. Rang gab es ein wertvolles Top10-Finish und 67.400 Euro Preisgeld. Marcel Schneider scorte mit einer 69 (-2) das beste Tagesergebnis der Deutschen. Mit -5 insgesamt landete er schließlich auf Platz 13. Nicolai von Dellingshausen kam mit -4 total auf dem geteilten 20. Rang ins Ziel. Marcel Siem stagnierte mit einer 73 (+2) auf T50 (+1 total) und Hurly Long erreichte den 60. Platz mit +2 insgesamt. Bitter traf es Max Kieffer, der eine 76 (+5) unterschrieb mit einer 9 (!) auf dem 18. Loch (Par 4) und damit auf den 65. Rang (+3 total) abrutschte.

Fotos: europeantour.com/Getty Images