Colsaerts mit drittem Toursieg bei Open de France, Kaymer T5

Lange sieben Jahre hat er warten müssen auf Sieg No. 3 auf der European Tour: Emotional ging es deshalb zu im Siegerinterview mit Nicolas Colsaerts. Der belgische Longhitter musste doch ein paar Tränen zulassen nach einem spannenden Finale bei der Amundi Open de France im Le Golf National in Versailles/Paris. So einfach war es dann am Ende doch nicht für den Mann, der das Event auf dem Ryder Cup Platz von 2018 quasi die gesamte Woche über beherrschte mit seinem präzisen Langen Spiel. Ein Doppelbogey auf der 15 schmiss ihn fast aus dem Sattel, aber auch seine unmittelbare Konkurrenz patzte an diesem Loch, allen voran George Coetzee, der sich sogar ein Triplebogey einfing. Am Ende genügte Colsaerts eine 72 (+1), um mit 12 unter Par total zu reüssieren.

Mit einem Schlag Rückstand (-11 insgesamt) holte sich Joachim B. Hansen aus Dänemark mit einer finalen 68 (-3) den alleinigen 2. Platz vor dem Südafrikaner Coetzee (-10 total). Dann folgt mit -9 total der us-amerikanische Tour Rookie Kurt Kitayma auf Rang 4.

Martin Kaymer verpasste eine Riesenchance hier nach zehn Jahren mal wieder zu gewinnen. Es soll einfach nicht sein. Mit der schwächsten seiner vier Runden, einer 70 (-1), beendete der Mettmanner das Turnier zwar auf dem geteilten 5. Rang bei -8. Aber was wäre da drin gewesen, wo die da oben so schwach spielten am Sonntag. Für den zweifachen Major-Champ geht es jetzt zur saisonabschließenden Portugal Masters nach Vilamoura. Dort muss er versuchen unter die Top70 zu kommen, um die Saison zu verlängern und bei der Turkish Airlines Open spielberechtigt zu sein. Max Schmitt notierte eine finale 73 (+2) und teilt mit anderen Platz 69 (+9 total).

Fotos: europeantour.com/Getty Images