Porsche European Open: Duo in Front vor Finale in Hamburg

5 unter Par lautet der Topscore insgesamt nach 36 Löchern bei der Porsche European Open in Winsen an der Luhe vor den Toren der Hansestatdt Hamburg. Das sind „normalerweise“ Major-Scores! Das sogenannte „Green Monster“, also der Porsche Nord Course der Green Eagle Golf Courses, macht seinem Namen also alle Ehre und ist bis dato der eigentliche Gewinner der Veranstaltung. Die Herren Maverick Antcliff (Aus) und Matthew Southgate (Eng) teilen die Führung vor den finalen 18 Löchern am morgigen Montag. Während dem Australier dazu eine 68 (-4) glückte, scorte der Brite eine 69 (-3). Dann lauern vier Akteure auf Rang 3 mit -4 total.

Die Big Names verabschiedeten sich derweil bis auf Titelverteidiger Paul Casey (Eng/Even-Par total/T19) allesamt aus dem Turnier mit zum Teil bedenklich schwachen Vorstellungen. Was soll man sagen zu zwei 77er Runden (+10 total) von Ex-OPEN Champ Henrik Stenson (Swe) und seinem anschließenden Fazit: “Es ist eine enttäuschende Woche auf dem Golfplatz, aber ich habe mich abseits des Platzes gut amüsiert“?! Noch eher Verständnis haben kann man da für einen Abraham Ancer (Mex), der hier mit +8 aus dem Event geht; er kommt extra über den Großen Teich, kennt den Platz nicht, ist überhaupt zum ersten Mal in Deutschland usw. Bei Martin Kaymer (+6 total/73 und 77) könnte man auch dieses Argument vortragen, auch er war erstmals auf dem Nord Course turniermäßig unterwegs, aber es ist doch ein Heimevent für ihn.  Sein Statement hierzu lautet wie folgt:

„Ich habe wirklich versucht, meinen Score zusammenzuhalten und mir Chancen zu erarbeiten. Doch das Setup des Platzes war heute auch sehr schwer von den Fahnenpositionen her. Und viele Abschläge waren auch weit hinten. Ich habe heute einige Nackenschläge bekommen und an Bahn 9 gab’s dann den Knockout.  Unsere ganze Gruppe (Stenson, Ancer, d. Red.) hat relativ wenig Birdies gemacht, wir haben viele Lip-Outs gehabt und haben uns schwergetan, die Putt-Linien richtig zu lesen. Keiner von uns kam wirklich in den Flow rein. Ich war ja der Einzige, der zumindest gestern auf den ersten 13 Löchern solide gespielt hat. Diese Woche war schon eine gute Vorbereitung auf die US Open. Es ist wirklich einer der schwersten Plätze, den ich auf der European Tour gespielt habe und definitiv der schwerste Platz in Deutschland. Von daher war es für das Turnier, das in zwei Wochen ansteht (die U.S. Open in Torrey Pines, d. Red) , sehr gut, dass ich hier mitgespielt habe.“

Es war bereits Kaymers dritter verpasster Cut in Folge. Selbiger erfolgte übrigens bei +3, die beste Runde des Tages scorte der US-Guy Johannes Veerman mit 66 Schlägen (-6).

Immerhin ist der Mettmanner in guter Gesellschaft: Von neunzehn seiner Landsleute schieden sagenhafte fünfzehn aus, nur vier schafften demnach den Cut. Bester ist Marcel Schneider mit -1 total nach Runden von 70 und 73. Dann folgt Sebastian Heisele, der heute eine 70 (-2) kartete und mit +1 insgeamt auf T32 liegt. Und auch Max Kieffer und Bernd Rithammer sind in der Finalrunde mit +3 total. „Kiwi“ schaffte es ganz knapp mit einem Birdie auf Loch 18, nachdem er sich zuvor auf der den Löchern 16 und 17 mit zwei Schlagverlusten schon aus dem Turnier verabschiedet zu haben schien. Der geborene Nürnberger Ritthammer schoss eine 76 (+4), profitierte aber von seiner guten 71 vom ersten Tag.

Fotos: europeantour.com/Getty Images/U.COM Event