Schwab im Pech! Hatton gewinnt Flutlicht-Stechen bei Turkish Airlines Open

Was für ein dramatisches Ende bei der Turkish Airlines Open 2019 im türkischen Antalya!? Zunächst chippte der Engländer Tyrell Hatton auf dem 72. Loch zum Birdie ein auf der Bahn 18 im The Montgomerie Maxx Royal, um auf 20 unter Par total zu kommen. Damit hatte er ein Stechen gegen Matthias Schwab (Aut), Kurt Kitayama (USA), Benjamin Hebert und Victor Perez (beide Fra) sowie Erik van Rooyen (RSA) erreicht. Alle sechs Akteure waren gleichauf mit 20 unter Par total ins Ziel gekommen.

Das war schon bitter für den 24-jährigen Schladminger Schwab, der die ganze Woche über das Rolex Final Series Event dominiert hatte. Nach seiner schwachen 70 (-2) im Finale sah er sich plötzlich fünf Konkurrenten im Playoff gegenüber. Aber Schwab blieb ruhig und gelassen bis zum vierten Extraloch, als er nur noch mit Hatton alleine unter dem längst eingeschalteten Flutlicht auf der 18. Bahn stand.

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Hier verlor er dann doch noch die Nerven bei einem Downhillchip, obwohl er in der Vorteilssituation war und den Ball mit zwei Schlägen zum Grün befördert hatte. Doch vom Fringe schob er die Kugel weit übers Grüns hinaus und auch der Rückputt aus dem Vorgrün saß nicht. So hatte Hatton die Chance mit zwei Putts aus drei Metern den Sieg mit einem Par klarzumachen – was er tat. Der Anderthalbmeter-Putt, den Schwab nun zur abermaligen Verlängerung hatte, war viel zu druckbeladen und so schob er ihn „fast schon zwangsläufig“ vorbei. Der 28-jährige Hatton gewann den Siegerscheck über 2 Mio. US Dollar und nach der Italian Open seinen insgesamt zweiten Rolex Series Titel.

Martin Kaymer erzielte aus deutscher Sicht eine zweite 69 (-3) in Folge und beendete das Event mit -8 total auf einem geteilten 38. Rang. Das brachte ihn schließlich auf Platz 69 im „Race to Dubai“. Nur die besten 60 sind kommende Woche in Südafrika spielberechtigt. Ob Kaymer dabei ist, hängt davon ab, ob mindestens neun Leute, die besser als der Mettmanner platziert sind, die Veranstaltung für sich absagen und somit Nachrückern die Chance geben.

Fotos: europeantour.com/Getty Images