Der bald 48-jährige Engländer Lee Westwood ist zum dritten Mal in seiner beeindruckenden Karriere Europas Golfer No.1. Mit dem alleinigen 2. Platz (-14 total) beim DP World Tour Championship in den Vereinigten Arabischen Emiraten verdrängte der Brite noch den lange Zeit in Front liegenden US-Amerikaner Patrick Reed von der Spitze im „Race to Dubai“ und krallte sich die “Harry Vardon Trophy“. Reed landete am Ende auf dem geteilten 3. Rang zusammen mit dem Norweger Viktor Hovland (beide -13 total). Das reichte dann am Ende nicht; Reed musste sich auch in der Rangliste mit Rang 3 begnügen, hinter dem Turniersieger in den Jumeirah Golf Estates, Matthew Fitzpatrick. Der erst 26-jährige Engländer gewann nach 2016 bereits zum zweiten Mal den Titel beim Tour Championship in Dubai – ein goldenes Terrain für den europäischen Jungstar. Eine finale 68 (-4) und 15 unter Par total brachten den Jackpot von knapp 2,5 Mio. Euro Preisgeld, Bonuszahlungen für den 2. Ranglistenplatz nicht eingerechnet.

Martin Kaymer wurde im Verlauf des Turniers kontinuierlich schwächer. Mit einer 69 gestartet am Donnerstag folgten Runden von 70, 71 und heute eine 72 zu 6 unter Par total. Damit erreichte der Mettmanner den mit acht weiteren Spielern zu teilenden 14. Platz. Hört sich gar nicht so schlecht an, gemessen an dem Ansprüchen eines zweifachen Major-Siegers, der nun seit 2014 auf einen Titel wartet, dürfte sich das aber nicht so prickelnd anfühlen. Dennoch sagte Kaymer nach dem Turnier im Interview, dass er mit dem Saisonverlauf unter Coronabedingungen und seinem Abschneiden auf Platz 24 in der Rangliste recht zufrieden sei. Na dann, Glückauf – und weiter so!

Fotos: europeantour.com/Getty Images