Willett feiert Comeback-Sieg, Molinari “Race to Dubai” Triumph

Er war irgendwann bis auf den 462. Platz in der Weltrangliste (OWGR) abgestürzt nach seinem US Masters Sieg 2016. Hinter dem Engländer Danny Willett liegt eine ganz üble Zeit, fast tausend Tage ohne Sieg, unzählige verpasste Cuts und so weiter. Fast nichts ging mehr beim nunmehr 31-jährigen aus Sheffield – bis heute: Jetzt ist er zurück mit einem grandiosen Triumph beim DP World Tour Championship in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate. Schon in der Türkei, vor zwei Wochen, deutete sich die Wende an. Willett hatte den Trainer gewechselt, war von Pete Cowan zu Sean Fowley gegangen. Jetzt erntete er die Früchte: Knapp 1,2 Mio. Euro Preisgeld nahm er mit aus Dubai und viel wichtiger: Die Erkenntnis und das Selbstvertrauen wieder große Events gewinnen zu können.

Die Entscheidung über den Turniersieg fiel, wie so oft auf dem Earth Course in den Jumeirah Golf Estates, auf der 17. Während Masters Champ Patrick Reed (USA) seinen Ball zu kurz ließ auf dem Par 3 und ein Bogey fabrizierte, gelang Willett der Schlag des Tages anderthalb Meter an den Stock und das anschließende Birdie. Ein Two-Shot-Swing! Mit drei Schlägen Vorsprung ging es dann zur 18. Eine finale 68 (-2) besiegelte den Sieg mit 18 unter Par total. Reed teilte sich schließlich Rang 2 (-16 total) mit Matt Wallace (Eng). Rang 4 ging an die beiden Spanier Jon Rahm und Adrain Otaegui sowie den Südafrikaner Dean Burmester bei -14 insgesamt.

Francesco Molinari (Ita) gewann erwartungsgemäß das „Race to Dubai 2018“. Der OPEN Champ und RyderCup Held von Paris ließ es locker angehen. Ein geteilter 26. Rang reichte dem gebürtigen Turiner allemal, um seine beste Saison der Karriere zu krönen. Sein Kontrahent um die Krone auf der European Tour, Tommy Fleetwood (Eng), hätte gewinnen müssen, um den Italiener abzufangen. Doch Fleetwood kam „nur“ auf T16 ins Ziel.

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Martin Kaymer beendete die Saison 2018 mit der einzigen Runde unter Par in dieser Woche. Seine 71 (-1) war aber „nur“ noch gut genug für einen insgesamt enttäuschenden, geteilten 55. Rang (+4 total) und den 54. im „Race to Dubai“.

Foto: europeantour.com/Getty Images