Englands Paul Casey führt nach einem unvollendeten ersten Tag beim 84. U.S. Masters in Augusta, Georgia. Zunächst gab es am frühen Morgen eine Gewitterunterbrechung von annähernd drei Stunden im Augusta National GC. Das brachte den Tagesverlauf beim erstmals im November (coronabedingt) ausgetragenen Major komplett durcheinander. Der Platz war zum Teil überflutet und es grenzte fast schon an ein Wunder, dass überhaupt und dann noch den ganzen Tag bei strahlendem Sonnenschein gespielt werden konnte. Casey setzte die Pace auf dem durchweichten Geläuf mit einer perfekten, bogeyfreien 65 (-7). Da kam an diesem Donnerstag keiner mehr hin. Die beiden US-Guys Xander Schauffele und Webb Simpson karteten jeweils die 67 (-5) und teilen Platz 2.

Auch Titelverteidiger Tiger Woods ist oben dabei: Mit einer überzeugenden 68 (-4), die er ebenfalls bogeyfrei über den Platz brachte, teilt er Rang 4 mit zahlreichen Kollegen. Das war ein Statement des 44-Jährigen Woods, dass er auch in diesem Jahr wieder gedenkt, um den Titel mitspielen zu können und zu wollen. „Kunstschütze“ John Rahm (Esp), dem am Mittwoch dieses spektakuläre Ass auf der 16 beim „Wasserskippen“ gelang, ist mit einer 69 (-3) solide ins Turnier gestartet, obwohl er mit zwei Bogeys denkbar schlecht in den Tag gestartet war. Auch der als Turnierfavorit ins Rennen gegangene US Open Champ Bryson DeChambeau (USA) konnte mit einer 70 (-2) zwar noch nicht restlos überzeugen, ist aber trotz einiger wüster Schläge noch nicht außen vor.

Als einziger Deutscher ist Bernhard Langer, der Sieger der Jahre 1985 und 1993, am Start. Der inzwischen 63-Jährige konnte lediglich 9 Löcher für Runde 1 absolvieren. Das machte er aber ausgezeichnet mit 2 unter Par nach drei Birdies sowie einem Schlagverlust auf den Bahnen 10 bis 18 bis dato (T19).

Fotos: Sam Greenwood/Logan Whitton/Augusta National/europeantour.com/Getty Images