Was für ein Move am Movingday in Augusta vom Japaner Hideki Matsuyama!? Der 29-Jährige egalisierte am Samstag beim 85. US Masters in Georgia die bis dato beste Rundenleistung von Justin Rose (Rd.1) mit 65 Schlägen (-7) und setzte sich fulminant vom Rest des Feldes ab. Matsuyama ist mit -11 total nun vier Zähler vor einem Quartett bei -7 total vor den finalen 18 Löchern am Championship-Sunday. Der Hammer waren die Backnine mit nur 30 Schlägen im Augusta National GC – vier Birdies und ein Eagle auf Bahn 15! Dabei blieb er die gesamte Runde über bogeyfrei. Sollte er gewinnen, wäre er der erste Japaner und der erst zweite Asiate, nach Vijay Singh (Fij) 2000, der den begehrtesten und vielleicht prestigeträchtigsten Titel im Weltgolf gewinnen würde. Aber, noch sind 18 Löcher zu gehen!

In der Verfolgergruppe bei -7 tummeln sich neben den beiden US-Amerikanern Xander Schauffele und Will Zalatoris auch der bis dato führende Brite Justin Rose und der Aussie Marc Leishman. Aus dieseer Gruppe scorte Schauffele mit 68 Schlägen (-4) die beste Runde. Rose stagnierte dagegen mit einer zweiten Parrunde (72) in Folge, Leishman scorte die 70 (-2), Zalatoris eine 71 (-1). Die Frage wird sein, wer aus dieser Gruppe den Sprung nach vorne schaffen kann am Sonntag oder ob es gar keiner mehr vermag den Vorsprung des Japaners aufzuholen?!

Diese Frage stellt sich naturgemäß auch für die weitere Verfolgerschaft: Corey Conners (Can) ist mit -6 alleine auf Platz 6. Dann kommt der Vorwochensieger Jordan Spieth (USA) mit -5 auf Rang 7. Der Champion von 2015 möchte seinen Comeback-Lauf von Texas natürlich fortsetzen und sich einen weiteren Major-Sieg holen. Aber dazu müsste er mal eine 65 rauslassen und die anderen, allen voran der Führende, dramatisch schwächeln. Dann kommen noch Brian Harman und Tony Finau (beide USA) jeweils mit einem weiteren Schlag Rückstand auf den Plätzen 8 und 9. Hier müsste schon eine Art Wunder her, wenn es für einen der beiden Letztgenannten noch reichen sollte.

Aus deutscher Sicht war Bernhard Langer am Cut geschertert (+6 total) und der Österreicher Bernd Wiesberger fiel nach einer 74 (+2) in Runde 3 um vier Positionen auf den geteilten 10. Rang bei -2 insgesamt zurück.

Fotos: masters.com/Sam Greeenwood/Logan Whitton/Augusta National