Movingday in Brookline bringt neues Führungs-Duo bei U.S. Open 2022

Klassischer Movingday bei der 122. U.S. Open im The Country Club in Brookline, Massachusetts: Runde 3 am Samstag wirbelt alles einmal kräftig durcheinander und zaubert ein neues Führungs-Duo aus der Kiste. So soll es sein! Statt Morikawa-Dahmen (nach 36 Löchern) führen nach 54 Löchern vor der entscheidenen Finalrunde nun plötzlich Matt Fitzpatrick (Eng) und Will Zalatoris (USA). Beide Youngster haben noch kein Major gewonnen in ihren Karrieren. Der Engländer hat den Vorteil, dass er hier an gleicher Stelle 2013 die U.S. Amateur Championship gewann – ein Ort des Erfolgs und der positiven Erinnerungen also für den Mann aus Sheffield. Zalatoris scorte mit 67 Schlägen (-3) die Runde des Tages, „Fitzi“ kam mit einer 68 (-2) ins Clubhaus. Beide führen nun mit -4 total und gehörten zu den ganz wenigen, die eine Runde unter Par hinbekamen bei erschwerten Bedingungen in Brookline, da der Wind deutlich auffrischte und die Temperaturen sanken. Die Frage wird sein: Können die beiden dem Druck am Championship-Sunday standhalten?

Titelverteidiger Jon Rahm (Esp) folgt mit -3 total und ist trotz einer 71 (+1) voll im Soll und in Position seinen Titel aus Torrey Pines zu verteidigen. Und auch der Weltranglisterste Scottie Scheffler (USA) hat sich auf Platz 4 (-2 insgesamt) in Stellung gebracht. Scheffler führte zur Mitte der Runde bereits mit -6 alleine mit zwei Zählern Vorsprung nach einem Eagle auf Bahn 8. Doch auf den Löchern 11 bis 14 verlor er fünf Zähler mit einem Double- und drei Bogeys. Er teilt diese Position auf dem Tableau mit seinem Landsman Keegan Bradley sowie dem Erstrundenführenden Adam Hadwin aus Kanada. Einen weiteren Schlag zurück befinden sich mit Rory McIlroy (NIR), nach einer bitteren 73 (+3), und Sam Burns (USA) zwei weitere Titelaspiranten auf T7. Hierhin stürtzte auch Joel Dahmen (USA) mit einer 74 (+4) ab. Noch schlimmer erwischte es dagegen Collin Morikawa (USA): Der zweifache Major-Champ schoss eine 77 (+7) und es ging runter auf T17 (!). Dieser Course in der Nähe von Boston ist unerbittlich!

Die drei deutschsprachigen Spieler im Feld, Marcel Schneider und Yannik Paul, sowie der Österreicher Sepp Straka waren bereits am Freitag leider allesamt am Cut gescheitert.

Fotos: usopen.com/Getty Images