Phil Mickelson ältester Major-Sieger auf Kiawah Island

US-Routinier Phil Mickelson gewinnt im Alter von 50 Jahren und 11 Monaten das 103. U.S. PGA Championship in South Carolina und stellt damit einen historischen Rekord auf. Er ist der älteste Golf-Spieler, der je ein Major-Turnier gewinnen konnte. Bisher lag die Marke bei 48 Jahren (Julius Boros, 1968 PGA)

Der Kalifornier gewann mit -6 total und zwei Zählern Vorsprung vor seinem Landsmann Brooks Koepka und dem Südafrikaner Louis Oosthuizen (beide -4 total). Es war eine turbulenete Schlussrunde auf dem superschweren Ocean Course im Kiawah Island Golf Resort. Gleich zu Beginn wechselte die Führung zwischen Mickelson, Oosthuizen und Koepka beinahe auf jedem Loch. Der eingelochte Bunkerschlag von Mickelson auf der Bahn 5 zum Birdie war dann soetwas wie der mentale Gamechanger für den späteren Champion. Für Koepka war es dagegen ein Schlag in die Magengrube, denn er hatte seinen Ball bei vollem Gegenwind mit dem Driving-Iron viel besser platziert und ging nur mit dem Par vom Grün. Mickelson setzte sich dann teilweise mit -8 mit bis zu fünf Schlägen von den Kontrahenten ab.

Am Ende blieben zwei übrig, das reichte dem nun sechsfachen Major-Winner (3x US Masters, 1x THE OPEN, 2x PGA Championship) die Wanamaker Trophy zum zweiten Mal in den Himmel zu recken. Das einzige Major, das Mickelson nie gewinnen konnte ist die U.S. Open. In vier Wochen besteht wieder Gelegenheit dazu, in Torrey Pines in seiner Heimatstdt San Diego – und in dieser Form, wer weiß?!

Erfreulich aus europäischer Sicht, dass drei der vier Viertplatzierten aus Europa kommen: RyderCup-Captain Padraig Harrington, der amtierende OPEN Champ Shane Lowry (beide Irl) sowie Englands Paul Casey teilen diese Position bei -2 insgesamt mit dem US-Guy Harry Higgs. Martin  Kaymer (+8 total) war aus deutscher, Bernd Wiesberger (+9 total) aus österreichischer Perspektive am Cut gescheitert

Fotos: europeantour.com/Getty Images