Nobody Long sticht Mickelson aus bei Desert Classic in La Quinta

Was für ein Ende eines spannenden Turniers in der südkalifornischen Wüste!? Drei Akteure gingen auf das „72. Loch“ bei der Desert Classic in La Quinta, Kalifornien auf dem PGA West Stadium Course gleichauf mit 25 unter Par. Phil Mickelson (USA), Adam Hadwin (Can) und Tour-Rookie Adam Long (USA). Es ist doch völlig klar, wem man jetzt die besten Nerven attestieren würde – natürlich dem mehrfachen Major und dreiundvierzigfachen (!) Tour-Sieger Mickelson. Doch der große Champion atmete mehrfach schwer, wie unter Sauerstoffnot, wirkte fahrig und nervös. Und so kam es: Trotz der mit Abstand schlechtesten Ausgangslage für seinen Approach-Shot ins 18. Grün, über dem Ball und außerhalb des Fairways stehend, schlug Long seinen Ball am dichtesten an die Fahne und verwandelte anschließend eiskalt seinen Putt zum Birdie und Triumph (-26 total). Lange Gesichter bei Mickelson und Hadwin, die nur Par spielten. Es war natürlich der erste Titel des 31-Jährigen aus New Orleans – und schon ist das Leben ein anderes für ihn.

Rang 4 ging an Talor Gooch (USA) mit 24 unter Par. Gooch schoss mit 64 Schlägen (-8) die beste Finalrunde an diesem Sonntag. Titelverteidiger Jon Rahm (Esp) wurde guter, alleinger Sechster mit 21 unter Par nach einen finalen 67 (-5). Eine gute Titelverteidigung.

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Alex Cejka scorte seine schwächste Runde der Turnierwoche mit 73 Schlägen (+1). Das schickte ihn leider 25 Ränge hinab gen Süden auf dem Tableau. Am Ende wurde es „nur“ ein geteilter 40. Platz (-13 insgesamt). Da war sicher mehr drin bei der Ausgangslage, aber so ist das häufig im Profigolf, am Ende noch eine schwache Runde und die ganze gute Arbeit der Woche ist dahin. Schade! Stephan Jäger war am Cut gescheitert.

Fotos: pgatour.com/Getty Images